Füssen, Gardasee u.a. 12.10.-21.10.2012

Hallo Liebe Bären- und Reisefreunde. Hier kommt mein Reisebericht vom Urlaub im Oktober 2012. In der Zeit vom 12.10.-21.10.2012 haben wir uns mit dem Wohnmobil Richtung Süden aufgemacht.

Ziel waren Füssen und Schloß Neuschwanstein und danach ging es an den Gardasee. Auf der Rückreise hatten wir dann noch Gut  Aiderbichl  in Henndorf und Deggendorf besucht.

Und los geht die Reise:

Als erstes ging es nach Füssen und Schloß Neuschwanstein

Auf dem „Camper’s Stop“ in Füssen hatten wir für zwei Nächte einen Stellplatz für unser Wohnmobil gebucht. Am zweiten Tag unserer Reise sind wir auf „Schusters Rappen“ in Richtung Füssen und Schloß Neuschwanstein marschiert. Weil ich so klein bin, musste ich allerdings nicht selbst laufen, sondern hab mich schön durch die Gegend tragen lassen, wir wären ja sonst an diesem Tag nie auf Neuschwanstein angekommen 😆

Füssen

liegt in der Region Allgäu, im Süden von Schwaben.  Füssen erzählt eine mehr als 700 -jährige Stadtgeschichte, doch die Wurzeln reichen sogar bis in die Römerzeit zurück.

Die Lage Füssens an der Nord-Süd-Achse und am Durchbruch des Lechs aus den Alpen, war für die Ausbreitung des christlichen Glaubens bedeutsam. Der St. Gallener Wandermönch Magnus wurde im 8. Jahrhundert dorthin entsandt. Nach seinem Tod zerfiel die Zelle und erst Mitte des 9. Jahrhunderts gründete der Augsburger Bischof hier das Benediktionerkloster St. Mang

1313 unterstanden Kloster und Stadt den Augsburger Bischöfen. Sie bauten das Hohe Schloss zu ihrer Sommerresidenz aus. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sich Füssen zu einem wichtigen Handelsplatz. Füssen gilt als Wiege des gewerbsmäßig betriebenen Lautenbaus. Der Geigen- und Lautenbau sind noch heute eine lebendige Tradition. 

Der Dreißigjährige Krieg beendete die Blütezeit und schnitt tief in die Stadtgeschichte ein. Erst im 19. Jahrhundert erfuhr die Stadt wieder einen Aufschwung.

Heute ist Füssen eine touristische Hochburg, auch bekannt als Königswinkel. In unmittelbarer Nähe stehen die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Impressionen von Füssen:

Nachdem wir uns in Füssen umgesehen hatten,  sind wir zur Bushaltestelle, um von dort Richtung Schloß Neuschwanstein zu fahren. Zum Schloß auf den Berg geht es zu  Fuß, mit dem Pferdefuhrwerk oder mit einem Bus.

Schloß Neuschwanstein

wurde ab 1869 für den bayerischen König Ludwig II. als dessen ideallisierter Vorstellung einer Ritterburg aus dem Mittelalter gebaut. Er lebte nur wenige Monate dort und verstarb noch vor dessen Fertigstellung. Neuschwanstein ist das berühmteste Schloss Ludwigs II. Das Schloß sollte nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, doch bereits 6 Wochen nach Ludwigs Tod wurde es für Besucher geöffnet, um mit den Eintrittsgeldern einen Teil der Kredite zu bezahlen. Beide Weltkriege überstand das abgelegene Schloß ohne Schäden. Neuschwanstein war Vorbild für die Dornröschenschlösser in Disney-Land. Eine Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbe  der UNESCO wird seit 2008 angestrebt. Den schönsten Blick auf das Schloß gibt es von der Marienbrücke aus, die über die Pöllatschlucht führt.

Auf der Marienbrücke waren wir nur ganz kurz um schnell ein paar schöne Fotos zu schießen. Die Beklemmungen wegen der tiefen Schlucht unter uns und der vielen Touristen auf der Brücke, hatten es uns einfach nicht möglich gemacht, dort lange zu verweilen. Ich wollte dann doch ganz schnell wieder festen Boden unter meine Tatzen.

Leider war für den Besuch von Hohenschwangau keine Zeit mehr, wir haben es aber zumindest von oben gesehen.

Hier seht Ihr  Fotos von Schloß Neuschwanstein und von mir:

Nach einer zweiten Nacht in Füssen sind wir dann am nächsten Tag weiter Richtung Italien und Gardasee gefahren. Unterwegs mussten wir  kurz anhalten, um eine Scheinwerferbirne auszutauschen. Die Zwangspause ermöglichte es uns,  ein paar Fotos von der Gegend und der Zugspitze zu machen.

Die Zugspitze

ist mit 2962 m der höchste Berggipfel Deutschlands und des Wettersteingebirges in den Ostalpen. Über seinen Westgipfel verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich.

Unsere Rastfotos:

Und weiter ging es zum Gardasee. Unsere Zelte (Wohnmobil) hatten wir in Torbole aufgeschlagen.

Nago-Torbole

Torbole liegt am nördlichen Teil des Gardasees direkt an der Küstenstraße Gardesana Orientale. Nago befindet sich oberhalb von Torbole auf 200 Metern. Da wir irgendwie versäumt haben Fotos zu machen, gibt es hier leider auch keine zu sehen.

Am nächsten Tag sind wir mit dem Bus nach Riva  del Garda. Wir hätten lieber den Motorroller genommen, aber das Wetter hat so gar nicht mitgespielt. Den ganzen Tag hat es geregnet, wir haben einfach das Beste daraus gemacht. Hier nun einige Informationen zu

Riva del Garda

Riva del Garda liegt, wie Torbole, am nördlichen Ufer des Gardasees und ist der einzige größere  Ort, der zum Trentino (Provinz im Norden Italiens) gehört. Riva war früher eine Festung, wurde aber im ersten Weltkrieg von der italienischen Artillerie beschossen und erheblich beschädigt.Viele Teile der ehemaligen Befestigungsanlage sind noch intakt und können besichtigt werden. Wahrzeichen der Stadt ist der leicht schiefe Torre Apponale. Der 34 m hohe Uhrturm aus dem Jahre 1220 ragt über dem Hafen von Riva auf. Die Stadtburg Rocca di Riva, die ganz von Wasser umgeben ist, ist eine weitere Sehenswürdigkeit.

Fotos von Riva del Garda:

 

Am 3.  Tag  hatte die Sonne ein Einsehen mit uns und zeigte ihr schönstes Gesicht. Deshalb hatten wir beschlossen, mit dem Motorroller am Gardasee entlang bis Bardolino zu fahren. Auf halber Strecke hatten wir die Gelegenheit eine kurze Rast einzulegen, um am Gardasee ein paar Fotos zu machen.

Hier kommt eine kleine Fotogalerie vom  See:

Und weiter ging es nach

Bardolino

Bardolino liegt am östlichen Ufer des Gardasee, 30 km von Verona entfernt. Hinter dem Ort erheben sich die Moränenhügel. Dort wird in den Weinbergen der Bardolino-Wein angebaut. Das Stadtbild ist dem Veroner Stil verpflichtet, Parkanlagen und Gärten umgeben herrschaftliche Residenzen und Villen. Von dem Scaligerkastell aus dem Mittelalter ist nur die Turmruine geblieben.

Zu den Hauptdenkmälern zählt die Kirche San Zeno. Sie ist eine der schönsten Kirchen aus der Karolinger Zeit und eine der wenigen, die vom Erdbeben im Jahr 1117 verschont blieb.

Wir haben uns aber die Kirche Santi Niccolo e Severo näher angesehen. Es gab aber noch viel mehr zu sehen. Hier kommen:

Impressionen aus Bardolino:

Auf dem Heimweg haben wir  in Malcesine Halt gemacht um uns das Castello Scaligero anzusehen.

Castell0 Scaligero

Die Scaligerburg ist schon von weitem sichtbar und steht auf einem Felsvorsprung direkt am Ufer des Gardasee. Vom Turm aus gibt es einen sehr schönen Blick über den Ort und auf den See. 1786 machte Goethe auf seiner „italienischen Reise“ Station in Malcesine. Er zeigte sich fasziniert von dem Ort und den Menschen. Eine Büste und zwei Gedenktafeln erinnern an seinen Besuch.

Fotos vom  Castello Scaligero:

 

Nach einer weiteren Nacht auf dem Campingplatz sind wir nochmal nach Malcesine gefahren, um mit der Gondelbahn auf den Monte Baldo zu fahren.

 

 Monte Baldo

Der Monte Baldo  hat keinen ausgezeichneten Gipfel, aber mehrere Spitzen, und zwar:  Monte Altissimo di Nago (2.079 Meter), Cima del Longino, Cima delle Pozzette (2.179 m), Cima Valdritta (2.218 m) und Punta Telegrafo (2.200 m). Mit einer Seilbahn geht es von Malcesine aus hinauf auf den Berg. 

Leider hatten wir auch an diesem Tag kein Glück mit dem Wetter. Normalerweise gibt es einen wunderbaren Blick auf den See. Wir haben nur dies hier gesehen:

Bilder vom Monte Baldo:

Bevor wir uns auf den Rückweg nach Torpole gemacht haben, sind wir noch ein bißchen durch Malcesine flaniert.

Malcesine

liegt am Ostufer des Gardasee  am Fuße des Monte Baldo.

Die Altstadt von Malcesine ist geprägt durch ihren vielen engen Gassen und der schon von weitem sichtbaren Skaligerburg, dem Castello Scaligero. Dieses steht direkt am Ufer des Gardasee auf einem Felsvorsprung. Fotos von der Burg habt ihr oben schon gesehen.

Hier kommen die Fotos von Malcesine:

Leider war es so, dass das Wetter am Gardasee so gar nicht mehr schön werden wollte. Deshalb hatten wir unsere Zelte abgebrochen und uns in Richtung Bad Füssing aufgemacht. Unterwegs haben wir aber noch das Gut Aiderbichl in Henndorf bei Salzburg besucht.

Gut Aiderbichl

Erika hatte schon vor einigen Jahren von Gut Aiderbichl erfahren, als in der ARD eine Vorabendserie über Aiderbichl und die Rettung von Tieren in Not ausgestrahlt wurde. Seitdem hat sie der Gedanke an die Philosophie von Gut Aiderbichl nie mehr losgelassen und ihr größter  Wunsch war es, sich selbst ein Bild zu machen. Im Jahr 2010 war es dann endlich so weit, nach einem kurzen Skiurlaub in Österreich, ging es auf dem Heimweg in Richtung Aiderbichl Henndorf. Inzwischen war sie schon mehrfach in Henndorf und Deggendorf und hat auch eine symbolische Patenschaft übernommen. Das erste Patentier „Gonzo“, ein kleinwüchsiges Rind, ist leider bereits über die Regenbrücke gegangen, aber es gibt schon länger eine Nachfolgerin „Flügelchen“, auch ein kleinwüchsiges Rind. Sie ist immer wieder begeistert, wieviel positive Ausstrahlung und Wirkung ihre Besuche auf den Aiderbichler Höfen auf sie hat. Diesmal war ich bei den Besuchen dabei und muss sagen, mir geht es genauso. Ich finde es super, dass es Menschen gibt, die sich für Tiere einsetzen und alles daran setzen, dass es ihnen gut geht. Wenn ihr näheres über Gut Aiderbichl wissen wollt, schaut doch einfach mal auf deren Homepage vorbei. Hier kommen nun

Fotos von Gut Aiderbichl Henndorf bei Salzburg:

Nach ein paar Tagen in Bad Füssing, an denen wir es uns im warmen Thermalbad-Wasser haben gut gehen lassen, ging es auf dem Rückweg noch auf eine Stippvisite zum  Gut Aiderbichl Deggendorf. Auf Gut Aiderbichl Deggendorf lebt auch die berühmte Kuh Yvonne, die vor dem Metzger geflohen und Monate lange in der Wildnis verschwunden war. Sie genießt heute dort ihr Leben mit ihrer tierischen Familie. Ich finde das super!

Und hier kommen die

Fotos von Gut Aiderbichl in Deggendorf bei München:

 

Quellen:

wikipedia

www.füssen.de

www.gardasee.com

www.gut-aiderbichl.at