Ostfriesland 10.7.-16.7.2012

Leider war ich bei dieser Reise nicht dabei. Erika hat mir aber so viel davon erzählt, dass ich Euch trotzdem gerne davon berichten möchte. 

Die erste Station der Reise war Emden

Emden ist die größte Stadt Ostfrieslands mit ca. 51.500 Einwohnern. Emden liegt im Nordwesten Deutschlands und ist die westlichste Hafenstadt. Innerhalb der Grenzen gibt es 770 Hektar Wasserfläche. Ein großer Teil besteht aus dem Hafenbecken, es verlaufen aber auch 150 km Kanäle durch die Stadt. Bekannt ist Emden auch als Geburtsort von Otto Waalkes und Karl Dall. Mit unserem Wohnmobil haben wir direkt am Wasser, in der Nähe des Falderndelft gestanden. Der Falderndelft ist ein Teil des Emdener Hafens und bildet zusammen mit dem Ratsdelft und dem Alten Binnenhafen den historischen Teil des Hafens.

Das Emdener Rathaus wurde ursprünglich 1574-1576 durch den Antwerpener Stadtbaumeister Laurens van Steenwinckel errichtet und war dem Rathaus in Antwerpen nachempfunden. Im zweiten Weltkrieg wurde das Rathaus fast völlig zerstört. In modernen Formen wurde es wieder aufgebaut, dabei wurden einige Elemente des ursprünglichen Baues aufgegriffen. Die Wiedereröffnung erfolgte am 6.9.1962, 18 Jahre nach der Zerstörung, bei der auch fast die gesamte Altstadt Emdens zerstört wurde.

Dat Otto Huus

Direkt gegenüber des Emdener Rathauses steht  „Dat Otto Huus“. Das kleine museale Schmunzelkabinett, das jeder Fan gesehen haben sollte . Es erzählt über die Karriere des Komikers Otto Waalkes. In dem Haus ist auch ein Fan-Shop eingerichtet, der für den Fan (fast) keinen Wunsch offen lässt.

Impressionen aus dem Museum:

Vom Otto-Huus ging es weiter durch die Stadt zur Neuen Kirche.

Die Neue Kirche

Die Neue Kirche der evangelisch-reformierten Gemeinde wurde in den Jahren 1643-1648 von dem Emdener Martin Faber im Barock-Stil erbaut. Im September 1944 wurde die Kirche durch einen Bombenangriff zerstört. Nur die Außenwände blieben stehen. Nach dem Wiederaufbau finden seit 1950 in der stark veränderten Kirche wieder Gottesdienste statt.

Beim „Flanieren“ haben wir dann in Emden auch noch folgendes entdeckt:

Nach einem Tag und einer Nacht in Emden ging es dann mit dem Wohnmobil an den Fährhafen.

 

Weiter geht’s nach Borkum

Auf der Fähre:

Borkum ist die westlichste und größte der sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln und ist ca. 31 Quadratkilometer groß. Sie ist die größte der sieben nordfriesischen Inseln und der niederländischen Küste näher als dem deutschen Festland. Die Stadt Borkum ist ein anerkanntes Nordseeheilbad und verfügt über zahlreiche Kureinrichtungen.

Impressionen am Strand:

Leider war das Wetter an den drei Tagen auf Borkum sehr „durchwachsen“.

Trotzdem gab es einiges zu sehen:

Eine Inselrundfahrt mit dem historischen Bus ist auf jeden Fall zu empfehlen. Da macht auch schlechtes Wetter überhaupt nichts.

Einige Fotos von der Inselrundfahrt:

Auch die tierischen Inselbewohner sollen hier nicht zu kurz kommen.

Deshalb gibt es auch hierzu eine kleine, tierische Galerie:

Zurück ging es mit der Fähre auf’s Festland.

 

Nächstes Ziel: Norden – Norddeich

 Norddeich liegt im  Nordwesten Ostfrieslands zwischen Nordsee und der ältesten Stadt Ostfrieslands Norden und hat ca. 1750 Einwohner. Seit 1979 ist Norddeich ein staatlich anerkanntes Nordseeheilbad. Norden ist mit knapp 25.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Ostfrieslands

Norden in Bildern:

Die Seehundstation

Natürlich durfte auch ein Besuch in der Seehundstation nicht fehlen. Dort werden jährlich zwischen 30 und 80 verwaiste Seehunde und Kegelrobben aufgezogen und wieder in die Nordsee entlassen.  Am 25. Juni 1971 wurde der erste Heuler aufgenommen und am 3. Oktober wieder ausgewildert. Im  Winter 2006/2007 wurde die Station vollständig umgebaut.

Fotos aus der Seehundstation:

 

Die letzte Station der Reise war die Insel Langeoog.

Langeoog gehört zu den Ostfriesischen Inseln, sie hat eine Fläche von ca. 20 Quadratkilometer und einen 14 km langen Sandstrand. Es schließt sich eine Dünenlandschaft mit bis zu 20 m hohen Dünen an. Die höchste ist mit 20 m die Melkhörndüne. Der Wasserturm im gleichnamigen Ort Langeoog ist das Wahrzeichen der Insel. 2009 wurde sein 100 jähriges Bestehen gefeiert. Dazu wurde er aufwendig restauriert. Langeoog ist nahezu frei von Autos mit Verbrennungsmotoren. Erlaubt sind nur Fahrräder, Pferdefuhrwerke und Elektrofahrzeuge. Ausnahmen gibt es für Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr, sowie für Traktoren und Baufahrzeuge. Die Inselbahn von Langeoog verbindet den Ort mit dem Hafen. Außerdem gibt es einen kleinen Flughafen. Eine der berühmtesten Persönlichkeiten, die mit Langeoog verbunden sind, ist Lale Andersen, die auch dort auf dem Friedhof beerdigt wurde.

Langeoog in Bildern:

Ich hoffe mein kleiner Reisebericht hat Euch gefallen. Bald gibt es hier noch mehr Berichte und Fotos. Schaut doch einfach mal wieder rein!

Quellen: Wikipedia

www.emden.de

Fotos: © Erika Keller